Trigger Warnung: Aufregung im Velberter Außenbereich: Großeinsatz wirft Fragen auf – Veterinäramt und PETA schalten sich ein

Am Montag, den 12. Oktober 2026, kam es in der Zeit zwischen 16:00 und 18:00 Uhr zu einem behördlichen Einsatz auf einer Hofstelle im Velberter Außenbereich. Nachdem besorgte Anwohner und Leser das Online-Nachrichtenportal TALNEWS über mutmaßlich katastrophale Zustände vor Ort informiert hatten, hakte die Redaktion bei den zuständigen Behörden nach. Nun liegen offizielle Details zu dem Vorfall sowie wichtige Stellungnahmen des Kreisveterinärams und der Tierschutzorganisation PETA Deutschland vor.

TALNEWS vor Ort: Fokus auf massive Missstände in der Tierhaltung


TALNEWS-Journalisten waren selbst vor Ort und haben sich ein Bild von der dortigen Tierhaltung gemacht. Die Redaktion bestätigt die Schilderungen aus der Nachbarschaft: Der Hof bzw. die Bedingungen vor Ort befinden sich nach eigenem Eindruck in einem katastrophalen Zustand.


Besonders auffällig war die Haltung der Kälber und Kühe. Nach den Beobachtungen der TALNEWS-Redaktion wies mindestens ein Kalb erhebliche Wunden auf. Ob es sich dabei um akute Verletzungen, unbehandelte Erkrankungen oder Folgen mangelnder Pflege handelt, musste im Rahmen einer behördlichen Untersuchung geklärt werden. Nach dem Tierschutzgesetz müssen Tierhalter ihre Tiere artgerecht ernähren, pflegen und unterbringen; ihnen dürfen nicht ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden.

Hinweise auf verwahrlosten Zustand und Fragen an die Inhaberin


Auslöser für die Recherchen waren zahlreiche Schilderungen aus der Nachbarschaft. Demnach soll auf dem betroffenen Bauernhof eine alleinlebende Frau wohnen. Im Zuge der Berichterstattung wurde stets darauf geachtet, dass die Persönlichkeitsrechte zu jeder Zeit vollumfänglich gewahrt wurden.


Im Rahmen der Recherche stellte die Redaktion von TALNEWS der Hofinhaberin sowie den Behörden einen detaillierten Fragenkatalog zur Klärung der Situation zur Verfügung – insbesondere bezüglich der tierschutzrechtlichen Situation vor Ort. Der an die Hofinhaberin gerichtete Fragenkatalog blieb bis heute allerdings unbeantwortet.

Städtischer Ordnungsdienst bestätigte Einsatz wegen Weidezaun


Auf offizielle Anfrage bestätigte die Stadt Velbert den Einsatz des Kommunalen Ordnungsdienstes am genannten Datum. Laut Auskunft der stellvertretenden Pressesprecherin, Pia Meißner, lag dem Einsatz eine konkrete Gefahrenlage zugrunde: Gemeldet worden war ein defekter Weidezaun, wodurch unmittelbar die Gefahr bestanden habe, dass Tiere von der Weide ausbrechen und den umliegenden Verkehrsraum gefährden könnten.


Vor Ort nahmen die Einsatzkräfte Kontakt mit der Hofinhaberin auf. Im Zuge dieses Gesprächs konnten die Tiere umgehend in den Stall gebracht werden, wodurch die akute Gefahr gebannt werden konnte. Hinsichtlich der Tierhaltung verwies die Stadt Velbert darauf, dass für die fachliche Beurteilung und mögliche tierschutzrechtliche Maßnahmen das zuständige Veterinäramt des Kreises verantwortlich ist, welches im Zuge des Einsatzes informiert wurde.

Stellungnahme des Kreisveterinärams Mettmann


Inzwischen hat sich auch das Kreisveterinäramt Mettmann zu den Vorwürfen geäußert. In einer offiziellen Mail des Pressesprechers an die Redaktion heißt es:

„Sehr geehrter Herr Wagemann,


vielen Dank für Ihre Anfrage. Dem Kreisveterinäramt ist der Hof bekannt. Es wurde Ende Oktober über den Einsatz informiert. Seitdem besteht ein enger Austausch mit der Inhaberin des Betriebs. Die Tiere wurden von den Mitarbeitenden des Kreises in Augenschein genommen. Besonderheiten in Bezug auf den Gesundheits- und Ernährungszustand konnten sie nicht feststellen. Von einem verletzten Kalb ist dem Kreisveterinäramt nichts bekannt. Die Tierhalterin hat von sich aus erklärt, dass sie die Tierhaltung aufgeben wird. Die Auflösung des Rinderbestandes wird vom Kreisveterinäramt unterstützt und eng begleitet.“

Tierschutzorganisation PETA schaltet sich ein


Zusätzlich zu den behördlichen Schritten wurde die Tierschutzorganisation PETA Deutschland über die Zustände informiert. Die Redaktion von TALNEWS steht seither mit der Organisation im engen Austausch, wobei über eine mögliche schnelle und tierschutzgerechte Lösung für die Tiere gesprochen wird.

Fazit


Der Fall wirft im Velberter Stadtteil weiterhin Fragen auf. Während das Kreisveterinäramt bei seinen Kontrollen keine Besonderheiten feststellen konnte und der Hofinhaberin ein unbeantworteter Fragenkatalog vorlag, sorgt die nun angekündigte und behördlich begleitete Aufgabe des Rinderbestandes für eine grundlegende Veränderung der Situation. Anwohner und Tierschützer behalten die Entwicklung auf dem Anwesen weiterhin fest im Blick.

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Text & Bilder: TALNEWS

Quelle: Journalisten vor Ort, Ordnungsamt Velbert, PETA Deutschland und Kreisveterinäramt Mettmann

Veröffentlicht: 09.11.2026 | 00:00 Uhr