Die Concordia Gesellschaft Wuppertal feiert 225 Jahre – Tradition, Netzwerk und neue Pläne für die Zukunft

Gold und Asche – Ein Blick zurück auf einen besonderen Abend

In der Concordia Wuppertal wurde am 12. März 2026 mit „Gold und Asche“ ein außergewöhnlicher Abend gefeiert, der das Flair der 1920er und 1930er Jahre noch einmal lebendig werden ließ. Statt einer trockenen Geschichtsstunde erlebten die Gäste eine bunte Collage aus Musik, Literatur und szenischem Spiel, in der Chansons, Texte und kleine Moderationen ineinandergriffen und eine eigene Erzählung bildeten. Im Mittelpunkt stand die Begegnung einer jungen Frau mit einer geheimnisvollen Zeitreisenden, deren Gestalt sich im Verlauf des Programms ständig wandelte und so den vielen Stimmen dieser Epoche Raum gab. Bekannte Persönlichkeiten wie Friedrich Hollaender, Claire Waldoff, Kurt Tucholsky, Marlene Dietrich und Mascha Kaléko wurden mit Witz, Melancholie und scharfem Blick auf ihre Zeit heraufbeschworen, während am Klavier musikalische Perlen der Zwischenkriegsjahre, Filmmelodien und Chansons erklangen. Das Publikum bekam so nicht nur ein nostalgisches Bild der „Goldenen Zwanziger“, sondern auch die Schattenseiten vor Augen geführt: das Aufziehen des Faschismus, das bröckelnde Lebensgefühl einer Gesellschaft am Rand des Abgrunds und die fragile Freiheit im queeren Berlin jener Jahre. Zwischen bekannten Stücken standen Raritäten, darunter Lieder aus „Babylon Berlin“ und Vertonungen von Peter Roderkuh und Kaléko, ergänzt um Songs der Liedermacherin DOTA, die Brücken in die Gegenwart schlugen. Gegen Ende des Abends verschmolzen die Ebenen immer stärker, Vergangenheit und Heute wurden auf der Bühne spielerisch übereinandergelegt, bis schließlich die Frage im Raum stand, wo wir selbst stehen – fast ein Jahrhundert nach den Ereignissen, auf die das Programm anspielt. Wer dabei war, erlebte einen atmosphärisch dichten, liebevoll gestalteten Abend, der Humor, Leichtigkeit und kritische Reflexion vereinte und nun als einmaliges Erlebnis in Erinnerung bleibt, denn die Veranstaltung liegt bereits hinter uns.

Text: TALNEWS | Leon Wagemann
Bilder: TALNEWS | Jessica Schönrock
Quelle: Pressemitteilung Concordia

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Der Förderverein des Pina-Bausch-Zentrum-Empfang in der Concordia: Ein Abend mit Blick in die Zukunft

Der Förderverein des Pina-Bausch-Zentrums hat bei einem Gastspiel in der Concordia eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in diesem international beachteten Kulturprojekt für Wuppertal steckt. Inzwischen liegt dieser besondere Abend hinter den Besucherinnen und Besuchern, doch die Impulse wirken nach, zumal mit Helge Lindh ein prominenter Bundestagsabgeordneter als Gast vor Ort war. Lindh, zugleich Vorsitzender des Fördervereins, und Bettina Milz, Leiterin der Vorlaufphase und kooptiertes Vorstandsmitglied, präsentierten in einem Bildvortrag den aktuellen Stand der Planungen und die nächsten Schritte. Im Zentrum standen der Fortschritt bei der baulichen Umsetzung, die Vorhaben des Fördervereins und die bereits laufenden Aktivitäten zu Kunst und Gesellschaft im ehemaligen Schauspielhaus. Deutlich wurde, dass das entstehende Zentrum als Motor für Tanz, Kultur und eine lebenswerte Stadtgesellschaft gedacht ist und Wuppertal langfristig ein neues, positives Profil geben soll. Besonders hervorgehoben wurden die erwarteten Effekte für Innenstadt, Wirtschaft und Tourismus, die weit über die Szene der Tanzbegeisterten hinausreichen dürften. Die Gäste hatten im Anschluss Gelegenheit, direkt mit den Referenten ins Gespräch zu kommen und Fragen zu stellen – eine Chance, die viele nutzten, um sich über Hintergründe, Zeitpläne und Beteiligungsmöglichkeiten zu informieren. Auch wenn die Veranstaltung beendet ist, bleiben die Kontaktdaten von Concordia und Förderverein wichtige Anlaufstellen für alle, die das Projekt weiterverfolgen oder sich engagieren möchten. Wer die Vortragsstunde verpasst hat, kann sich über die Online‑Kanäle der Gesellschaft Concordia 1801 und des Fördervereins Pina Bausch Zentrum über künftige Termine und Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Text & Bilder: TALNEWS | Leon Wagemann
Quelle: Pressemitteilung der Concordia & Reporter vor Ort von TALNEWS
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Förderverein Pina Bausch Zentrum zu Gast in der Concordia

Am 11. März 2026 lädt die Gesellschaft Concordia Wuppertal zu einem spannenden Abend ein: Helge Lindh, MdB und Vorsitzender des Pina Bausch Zentrum Fördervereins, sowie Bettina Milz, Leiterin der Vorlaufphase, berichten in einem Bildvortrag über den aktuellen Stand des Projekts. Als international beachtetes Leuchtturmprojekt soll das Pina Bausch Zentrum Wuppertal ein neues positives Image verleihen und die Stadt wirtschaftlich sowie kulturell aufwerten. Themen des Vortrags umfassen den Fortschritt der baulichen Umsetzung, die Vorhaben des Fördervereins und Aktivitäten zu Kunst und Gesellschaft im ehemaligen Schauspielhaus während der Vorlaufphase. Der Abend bietet zudem Ausblicke auf positive Effekte für Wirtschaft, Innenstadt und Tourismus. Im Anschluss steht ein Frage- und Antwortteil mit den Referenten an. Der Einlass erfolgt um 18:30 Uhr, Beginn ist um 19:00 Uhr in der Concordia, Werth 48, 42275 Wuppertal. Eintrittskarten kosten 10 Euro, ermäßigt 7 Euro für Mitglieder der Concordia oder des Fördervereins; Schülerinnen und Studierende zahlen nichts (mit Ausweis). Tickets gibt es an der Abendkasse oder online unter www.wuppertal-live.de (zzgl. VVK-Gebühr). Fragen zur Veranstaltung: info@concordia-wuppertal.de oder Tel. 0202 555 187. Das Pina Bausch Zentrum als Inkubator für Tanz und lebenswerte Stadtgesellschaft – ein Highlight für Wuppertal!

Text & Bild: TALNEWS
Quelle: Pressemeldung der Concordia vom 24.02.2026
Die Concordia Gesellschaft Wuppertal feiert am 4. März 2026 ihr 225-jähriges Bestehen und blickt damit auf eine außergewöhnlich lange Geschichte bürgerlichen Engagements zurück. Gegründet im Jahr 1801 mit nur drei bis fünf Mitgliedern, entwickelte sich aus dem kleinen Kreis rasch ein bedeutender gesellschaftlicher Treffpunkt in Barmen und später im vereinten Wuppertal. Viele wohlhabende und einflussreiche Familien prägten die Gesellschaft, darunter die Familien Engels und Molineus, und auch Clara Schumann ist mit der Concordia verbunden. Mit dem Neubau des Gesellschaftshauses, dessen Schlussstein im Jahr 1900 gesetzt wurde, begann eine neue Epoche: 1901 wurde der imposante Bau mit einer großen Feier eröffnet, zu der rund 580 Menschen kamen – nach einem aufwendigen Fünf-Gänge-Menü folgten Konzert und ein glanzvoller Ball. Zuvor bot der ältere Saal der Concordia etwa 400 Personen Platz. 1861 war im großen Saal eine Ibach-Orgel installiert worden, die das kulturelle Profil der Gesellschaft eindrucksvoll unterstrich, jedoch wie große Teile der Innenausstattung und zahlreiche Gemälde im Bombenangriff von 1943 zerstört wurde.
Trotz Kriegsschäden und Wandel in der Stadt hat sich die Concordia viele ihrer besonderen Traditionen bewahrt. Bis heute lässt jede Direktorin und jeder Direktor nach der Amtszeit ein eigenes Gemälde anfertigen, das in den Räumen der Gesellschaft aufgehängt wird, wobei die Künstler frei gewählt werden können. Über die Jahrzehnte entstand so eine Galerie der Direktion, die zugleich eine Art Bildchronik der Concordia bildet. Die Gebäude der Gesellschaft sind von außen denkmalgeschützt, im Inneren werden sie jedoch stetig weiterentwickelt, ohne den historischen Charakter zu verlieren. Geplant ist eine Ausstellung zur Geschichte der Concordia, für die es bereits Ideen gibt, jedoch noch kein konkretes Datum. Die Aufnahme in die Gesellschaft erfolgt auf Antrag und ist mit einem Aufnahme-Ritual verbunden, das die besondere Bindung an die Gemeinschaft betont. Viele Mitglieder bringen sich aktiv ein, entwickeln neue Formate und Ideen und tragen so dazu bei, dass die Concordia nicht nur Erinnerungsort, sondern ein lebendiger sozialer Raum bleibt. Auch stadtgeschichtliche Bezüge zeigen sich an Details wie der Bismarck-Figur, die einst vor dem Barmer Rathaus stand und später vor das Haus der Jugend versetzt wurde, oder in den Debatten darüber, ob etwa das alte Kaufhof-Gebäude oder ehemalige Kinoräume für neue Concordia-Nutzungen in Frage kommen könnten.
Gegenwart und Zukunft der Concordia Gesellschaft Wuppertal sind von Modernisierung und Öffnung geprägt, ohne die Tradition zu vernachlässigen. Derzeit zählt die Gesellschaft rund 130 Mitglieder, Direktor Michael Schmidt-Russnak formuliert als Ziel, die Zahl bis Ende des Jahres auf etwa 150 zu steigern. Der Jahresbeitrag liegt bei 300 Euro, Ehepaare zahlen diesen Betrag seit einigen Jahren gemeinsam. Mitglieder profitieren von vergünstigten Mietkonditionen für die Gesellschaftsräume, etwa für private Feiern, sowie von Ermäßigungen bei Veranstaltungen und exklusiven Angeboten wie Zigarrenrunden, Bar-Events oder neuen Formaten wie einem geplanten Raclette-Abend. Etwa 20 Tage im Monat finden Veranstaltungen in der Concordia statt, die von kulturellen Abenden bis zu gesellschaftlichen Treffen reichen. Noch ist die Mitgliederstruktur eher von älteren Personen geprägt, doch das soll sich ändern: Jüngere Menschen sollen gezielt angesprochen werden, um die Concordia als Ort für Netzwerk, Kultur und Geselligkeit neu zu entdecken. Dazu gehören Kooperationen, etwa mit der Historischen Stadthalle, bei der Veranstaltungen, die dort aufgrund zu geringer Anmeldezahlen schwer zu realisieren sind, gelegentlich in den kleineren, atmosphärischen Rahmen der Concordia verlegt werden könnten. Zugleich wird über die Reaktivierung eines gemütlichen Billardraums, die Nutzung ehemals als Kino genutzter Räume und ein zukunftsfähiges Gastronomiekonzept nachgedacht – die voll ausgestattete Küche ist vorhanden, derzeit arbeiten die Verantwortlichen jedoch noch mit externen Catering-Diensten. So steht die Concordia 225 Jahre nach ihrer Gründung an einem Punkt, an dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eng ineinandergreifen: als traditionsreicher, aber offen gestalteter Ort der Begegnung im Herzen Wuppertals.
Text und Bilder: TALNEWS | Leon Wagemann
Veröffentlicht am: 14.02.2026