Literarische Abgründe in Wuppertal: Das Bergische KrimiKartell zu Gast in der Gesellschaft Concordia
Am 25. April 2026 verwandelte sich die Gesellschaft Concordia in einen Schauplatz literarischer Spannung, als das Bergische KrimiKartell die Bühne betrat. Unter dem vielsagenden Titel „Bergische Abgründe“ bot der Abend dem Publikum eine tiefgründige Reise durch die finsteren, mysteriösen und atmosphärischen Winkel unserer Heimat. Das Event war weit mehr als eine bloße Lesung; es war eine Demonstration der kreativen Kraft, die in den Städten Wuppertal, Solingen und Remscheid sowie im gesamten Bergischen Land schlummert. Das KrimiKartell, ein Zusammenschluss namhafter Autorinnen und Autoren, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Region nicht nur als geographische Kulisse zu nutzen, sondern sie als integralen, fast schon lebendigen Charakter in ihre Erzählungen einzubetten.
Die Vielfalt der präsentierten Kriminalliteratur war dabei beeindruckend. Ob klassischer Regionalkrimi, knallharter Thriller, packender Psychothriller oder humorvoller „Cosy Crime“ – das Publikum erlebte eine enorme Bandbreite, die bewies, dass Spannung keine Frage des Genres ist, sondern eine Frage der Perspektive. Die Autorinnen und Autoren zeigten eindrucksvoll, dass selbst vertraute Orte durch die Brille des Verbrechens eine völlig neue, bisweilen schaurige Faszination entfalten können. Besonders die Beiträge von Daniela Schwaner, Andreas Struve und Michael Itscher stachen hervor, da sie das Talent besitzen, regionale Identität und nervenaufreibende Kriminalhandlung nahtlos miteinander zu verknüpfen.
Ein wesentlicher Teil des Erfolgs des KrimiKartells liegt in der Authentizität der Geschichten. Die Broschüre „Bergische Bescherung – 16 Krimis zum Advent“ dient hierbei als leuchtendes Beispiel für die thematische Bandbreite der Gruppe. Sie belegt, wie akribisch die Mitglieder recherchieren und wie viel Herzblut sie in die Lokalisierung ihrer Plots stecken. Die Wahl der Gesellschaft Concordia als Veranstaltungsort hätte treffender nicht sein können. In diesem historischen Gebäude, das selbst für Kultur, Austausch und ein gepflegtes Miteinander steht, verschmolz der literarische Inhalt mit der Atmosphäre des Hauses. Es entstand ein lebendiger Treffpunkt für Literaturliebhaber, die ihre Heimat einmal aus einer ganz anderen, dunkleren Sichtweise betrachten wollten. Für das Bergische Land ist dieses Engagement der Autoren ein Glücksfall, da es die regionale Identität auf eine unterhaltsame und zugleich anspruchsvolle Weise stärkt. Wer nach diesem Abend nach Hause ging, sah den Wuppertaler Alltag garantiert mit anderen Augen – wohlwissend, dass hinter jeder Fassade ein spannendes Geheimnis lauern könnte, das nur darauf wartet, von den Krimi-Experten aus dem Bergischen Land zu Papier gebracht zu werden.
Text & Bilderstrecke: TALNEWS | Leon Wagemann
Quelle: Pressemitteilung Concordia & Reporter vor Ort