Bahnchaos in NRW: Orientierungslosigkeit bei SEV in Wuppertal
Schlechte Beschilderung, fehlendes Personal und zugeparkte Haltestellen belasten Pendler – besonders in Wuppertal-Oberbarmen häufen sich Beschwerden
Seit Beginn der Generalsanierung der Bahnstrecken zwischen Hagen, Wuppertal, Düsseldorf, Solingen und Köln am 6. Februar 2026 herrscht auf vielen NRW-Strecken Ausnahmezustand. Die Bauarbeiten sollen bis zum 10. Juli dauern – doch schon jetzt häufen sich Klagen über chaotische Zustände, unklare Beschilderungen und überforderte Ersatzverkehre. Besonders in Wuppertal-Oberbarmen zeigt sich: Die Kommunikation mit den Fahrgästen steckt im Dunkeln – im wahrsten Sinne des Wortes.
Großbaustelle auf der Schiene: Chaos und Orientierungslosigkeit zwischen Hagen, Wuppertal und Köln
Seit dem 6. Februar 2026 um 21 Uhr herrscht entlang der Bahnstrecken zwischen Hagen, Wuppertal, Düsseldorf, Solingen und Köln Ausnahmezustand: Die Deutsche Bahn hat mit einer großangelegten Generalsanierung begonnen, die voraussichtlich bis zum 10. Juli 2026 um 21 Uhr andauern soll. Das Bauprojekt betrifft zentrale Verkehrskorridore des NRW-Schienenverkehrs und sorgt bei Pendlern und Reisenden für massive Einschränkungen. Zahlreiche Linien, darunter die S8, S9 und RB48, sind von Sperrungen betroffen, Schienenersatzverkehre sollen die Lücken füllen. Doch besonders in Wuppertal und Umgebung zeigt sich: Die Umsetzung der Ersatzverbindungen funktioniert vielerorts nur unzureichend. Am Bahnhof Wuppertal-Oberbarmen sind die Hinweise zu den SEV-Haltestellen schlecht erkennbar, teilweise kaum vorhanden oder so klein, dass sie in den Abend- und frühen Morgenstunden praktisch unsichtbar bleiben. Reisende berichten von erheblichen Orientierungsproblemen, insbesondere wenn keine Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter vor Ort sind – und genau das war an mehreren Kontrolltagen der Fall. Die von der Deutschen Bahn beauftragten Fremdfirmen scheinen punktuell Personal einzusetzen, in Oberbarmen jedoch zeitweise gar nicht.
Verloren im Ersatzverkehr: Wenn Pendler in Wuppertal im Dunkeln stehen
Hinzu kommt ein gravierendes Verkehrsproblem: Auf der Berliner Straße, Höhe Hausnummern 207 bis 211, wurden für die SEV-Busse Halteverbotszonen eingerichtet. Bei einer Vor-Ort-Beobachtung waren dort jedoch dennoch rund zehn Fahrzeuge geparkt – direkt in den ausgewiesenen Zonen. Die Folge: Die Haltestellen sind für Busse und Fahrgäste kaum zugänglich und zudem schlecht sichtbar. Einige Betroffene gaben an, bis zu 20 Minuten benötigt zu haben, um den Haltepunkt der Ersatzbusse zur S8 in Richtung Düsseldorf überhaupt zu finden. Zwar hat die Bahn an einigen Stellen Plakate mit QR-Codes aufgehängt, die per Smartphone zur Orientierung dienen sollen, doch was ist mit Reisenden, die kein Handy besitzen oder sich mit Technik nicht auskennen – etwa vielen älteren Menschen? Am Wuppertaler Hauptbahnhof hat man immerhin besser vorgesorgt: Bodenmarkierungen führen dort zu den Ersatzhaltestellen und erleichtern tagsüber die Orientierung. In den dunklen Morgen- und Abendstunden jedoch sind auch diese Markierungen kaum erkennbar. Das Bild, das sich derzeit zwischen Hagen und Köln zeigt, ist eines von unzureichender Information, fehlender Koordination und mangelnder Kundenorientierung. Die Großbaustelle mag notwendig sein – doch für viele Reisende bedeutet sie vor allem eines: ein mühsamer Spießrutenlauf ohne klare Richtung.
Alle Rechte vorbehalten | REDAKTION TALNEWS | Text & Bilder: Leon Wagemann | Veröffentlicht: 07.02.2026 | 23:55 Uhr | Fortsetzung folgt...
UNSER KONTAKT
Mail: info@talnews.de
Mobil: +49 (0) 152-55814786
Telefon: +49 (0) 202 27 22 9001
24/7 Rufbereitschaft: +49 (0) 202 27 22 9000
Eintragung bei der (HWK) Handwerkskammer Düsseldorf
+++ Redaktioneller Hinweis: Sie haben einen Fehler entdeckt oder möchten Feedback und Anmerkungen machen, diese nehmen unter info@talnews.de entgegen. +++